Grunderwerbsteuer auf zukünftige Bauleistungen bleibt!

Bezugnehmend auf unseren Artikel vom 21.Oktober 2008 (siehe Archiv) können wir nun ergänzen, daß der Europäische Gerichtshof (EuGH) die doppelte Belastung von Bauleistungen mit Umsatz- und Grunderwerbsteuer für rechtmäßig hält. Der EuGH hat in seinem Beschluß vom 27.11.2008 (Az.C-156/08) dies klargestellt.

So werden im Falle einer Einheit von Kauf des Grundstückes sowie getätigter oder auch geplanter zukünftiger Bauleistungen auf diesem Grundstück auf die Gesamtsumme Grunderwerbsteuern vom Finanzamt zu Recht erhoben. Wichtig hierbei ist aber stets die wirtschaftliche Einheit von Kauf des Grundstückes mit entsprechenden vereinbarten Bauleistungen. D.h. z.B. Bauleistungen, die mit Dritten verhandelt werden unterliegen im Grunde nicht der Grunderwerbsteuer.

Steuerliche Beratung von einem Fachmann ist insofern vor Abschluß eines Kaufvertrages stets anzuraten, um sich vor Steuerüberraschungen zu schützen.


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